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umount script automatiseren

Begonnen von Roberto, 17. April 2018, 20:25:45

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Roberto

Hallo liebe Community,

ich habe mal wieder ein kleines Problem, bei dem ich Hilfe benötige.

Ich habe mein NAS erfolgreich per /fstab beim Systemstart mounten können.
Jetzt habe ich allerdings festgestellt, dass der shutdown dadurch deutlich  verlängert wurde.
Also habe ich beschlossen, eine ".sh" datei anzulegen und so das umount zu automatisieren.
So sieht die Datei aus, die ich in /user/local abgespeichert habe:



#! /bin/sh
# Samba-Freigaben aushängen
#
umount -f /media/Datenpool

Danach habe ich die Datei per
sudo chmod +x /usr/local/smb-umount.sh

ausführbar gemacht.

Wie kann ich dieses Script beim shutdown automatisiert laufen lassen?

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.

Gruß
Roberto
Drum lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen. Und ich lächelte und war froh ... und es kam schlimmer ;)

Daemon

Normalerweise dann so:


sudo ln -s /etc/init.d/deineDatei /etc/rc0.d/deineDatei

I'm worse at what I do best and for this gift I feel blessed

gosia

Hallo Roberto und Daemon,
ganz abgesehen davon, dass ich immer zusammenzucke, wenn ich solch erzwungenes umount sehe (also ich garantiere für nichts), denke ich, dass dies
Zitat von: Daemon am 18. April 2018, 00:46:20
sudo ln -s /etc/init.d/deineDatei /etc/rc0.d/deineDatei


nur die halbe Wahrheit ist. Müsste das nicht diese Form haben:
sudo ln -s /etc/init.d/deineDatei /etc/rc0.d/K04deineDatei

wobei man bei der 04 sehen müsste, was sich sonst noch in /etc/rc0.d rumtreibt. Noch besser(?), allerdings nur weil näher an den Konventionen, wäre IMHO die Verwendung von

update-rc.d

näheres s. Manpage zu update-rc.d
Außerdem sagt mir meine, eventuell überholte?, Schulweisheit, daß solche Skripte strengen Formvorschriften unterliegen.
Ist ein wenig komplex, deshalb auch hier der Verweis auf die hoffentlich vorhandene Datei /etc/init.d/README und

man insserv

Hilfreich ist es auch, sich einfach die schon zahlreich vorhandenen Skripte in /etc/init.d/ anzusehen, z.B. umountfs, umountnfs.sh u. umountroot, die ja eigentlich für solche Sachen schon da und zuständig sind.
Ich hoffe jetzt einfach mal, dass wir vom gleichen Init-System reden (SystemV-init) und noch mehr, dass meine kleinlichen Einwendungen inzwischen obsolet sind und das auch ohne diesen ganzen Regelkram läuft ;)
Und im übrigen bin ich der Meinung, umount -f ohne Not ist nicht empfehlenswert...

Viele Grüße gosia

Roberto

Hallo gosia, hallo Daemon,

vielen Dank für eure Hilfestellung.

Ich wollte eigentlich nur den shutdown des Rechners etwas beschleunigen, der durch das automatische mounten des NAS deutlich länger geworden ist.
Wenn durch das Script, dass ich beim Suchen im Web als Lösung gefunden habe, mein System instabil werden sollte, dann werde ich drauf verzichten.
Ja, wir reden vom gleichen Init-System (SystemV-init). Unter Artix mit OprenRC habe ich das Problem des verzögerten shutdowns nicht.
Ich werde mir mal die Scripte in /etc/init.d/ anschauen.
Sollte es keine vernünftige Lösung geben, dann werde ich einfach länger warten 8).

Viele Grüße
Roberto
Drum lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen. Und ich lächelte und war froh ... und es kam schlimmer ;)

gosia

Hallo Roberto,
naja, vielleicht bin ich da einfach zu kritisch oder zu vorsichtig. Es muss ja nichts passieren, mit deinem System schon gar nicht. Wenn überhaupt das NAS, daß da mit aller Kraft abgehängt wird. Es erinnert mich ein wenig an die Zeiten, als USB-Sticks noch ganz neu waren und vielen musste man erstmal erklären, dass es keine gute Idee ist, die Dinger einfach so raus zu ziehen.
Wenn es tatsächlich viel länger dauert scheint es mir sinnvoller, die Ursache zu suchen und dies zu beseitigen. Das ist natürlich leicht gesagt (ich muss ja schliesslich nicht warten), zumal ich auch keinen konstruktiven Vorschlag habe.
Oder doch: bin gerade beim googeln auf die leider von mir vergessene Datei /etc/rc.local.shutdown gestossen
Samba/CIFS Filesysteme vor dem Herunterfahren automatisch umounten | Blog von Emanuel Duss | emanuelduss.ch
bin jetzt zu faul das auszuprobieren, das überlasse ich dir. Vielleicht verkürzt das dort unten erwähnte kleine Skript tatsächlich die Wartezeit (wenn das automatische Ausführen von /etc/rc.local.shutdown noch so funktioniert).
Hätte den Vorteil, daß diese Skripte nicht so streng strukturiert sein müssten.

Viele Grüße gosia

Roberto

Hi gosia,

danke für den Link. So werde ich das heute Abend ausprobieren und berichten.
Ich habe auch festgestellt, dass sich das NAS mit
sudo umount /media/mountpunkt

nach unmittelbarem Zugriff nicht sofort aushängen lässt.

Es braucht also ein wenig Zeit, um die Daten zurück zu schreiben o. ä.
Interessanterweise fährt Artix genau so schnell runter wie vorher.
Bleibt wohl doch meine Distri Nr. 1 8)

Viele Grüße
Roberto
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gosia

Hallo Roberto,
Zitat von: Roberto am 19. April 2018, 10:34:20Interessanterweise fährt Artix genau so schnell runter wie vorher.
Da wäre es doch interessant, mal die smb.conf von Artix und MX zu vergleichen. Vielleicht findet sich da ein kleiner, aber entscheidender Unterschied.
Wenn Du es noch nicht benutzt, könnte auch autoFS hilfreich sein, das die entsprechenden Devices bei Bedarf mountet und nach einer konfigurierbaren Zeitspannen unmounted, wenn kein Zugriff mehr erfolgte.
Auto-mount network shares (cifs, sshfs, nfs) on-demand using autofs | Patrick Schratz
Autofs - ArchWiki

Viele Grüße gosia

Roberto

Zitat von: gosia am 19. April 2018, 17:22:05
Hallo Roberto,Da wäre es doch interessant, mal die smb.conf von Artix und MX zu vergleichen. Vielleicht findet sich da ein kleiner, aber entscheidender Unterschied.
Wenn Du es noch nicht benutzt, könnte auch autoFS hilfreich sein, das die entsprechenden Devices bei Bedarf mountet und nach einer konfigurierbaren Zeitspannen unmounted, wenn kein Zugriff mehr erfolgte.
Auto-mount network shares (cifs, sshfs, nfs) on-demand using autofs | Patrick Schratz
Autofs - ArchWiki

Viele Grüße gosia
Hallo gosia,

wegen des kurzen Sommerhochs 8) bin ich jetzt erst dazu gekommen, die beiden Systeme zu vergleichen.
Interessanterweise ist in Artix gar keine smb.comf vorhanden. Es ist allerdings der smbclient installiert.
Nichts desto trotz klappt der shutdown nach wie vor problemlos.

Zum Thema autofs:
Ich habe versucht zu verstehen, wie der Prozess funktioniert, bin aber bisher nicht sehr erfolgreich gewesen.
Da es nach wie vor mit Artix sehr gut klappt und ich auch im Moment das Gefühl habe, dass die Distri stabiler geworden ist, werde ich mich erst mal weiter darauf konzentrieren.

Viele Grüße
Roberto
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gosia

Hallo Roberto,
ok, lassen wir das erstmal auf sich beruhen.
Zitat von: Roberto am 22. April 2018, 08:54:25Interessanterweise ist in Artix gar keine smb.comf vorhanden.
Das kann ich nun nicht so recht glauben. Keine /etc/samba/smb.conf, wie soll dann Samba laufen? Da ist wohl irgendeine Neuerung an mir vorbeigegangen.

Viele Grüße gosia

Roberto

Zitat von: gosia am 22. April 2018, 21:10:29
Hallo Roberto,
ok, lassen wir das erstmal auf sich beruhen.Das kann ich nun nicht so recht glauben. Keine /etc/samba/smb.conf, wie soll dann Samba laufen? Da ist wohl irgendeine Neuerung an mir vorbeigegangen.

Viele Grüße gosia
Hallo gosia,

ich werde das Thema auch erst mal auf Eis legen.

Ich habe gezielt nach der smb.conf gesucht, weil ich den Ordner Samba in /etc nicht gefunden habe.
So wie das Prinzip verstanden habe, muss auf dem Host Samba installiert sein. Auf dem Client reicht das Paket smbclient.
Vielleicht habe ich es aber auch einfach nicht verstanden ???

Viele Grüße
Roberto
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