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#1
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Debian / kleine Korrektur zu Peppermint...
Letzter Beitrag von gosia - 01. August 2026, 21:42:47
Wie heisst es doch so schön, "erst kontrollieren bevor man schreibt". Nun, ich bekenne mich schuldig. Wie hatte ich doch geschrieben, nur weil es auf der Homepage von Peppermint stand:
"kein Firewall, kein Browser, kein Office-Paket oder kein Media Player" (nach der Erst-Installation)
Stimmt nur fast, wie ich bei einem ersten Test festgestellt habe. Was muss ich also aus diesem Satz streichen? Richtig, "kein Browser".
LibreWolf ist als Browser gleich mit dabei, ob man will oder nicht. Halte ich für keinen Beinbruch, weil wohl 99.99 % sowieso einen Browser benötigen, und da ist LibreWolf keine schlechte Wahl. Wer was anderes möchte hat aus einem speziellen Menupunkt "Suggested Packages" eine reichliche Auswahl:
  • Brave Browser
  • Konqueror
  • Epiphany
  • Tor Browser
  • Qutebrowser
  • Chromium
  • Falkon
das versöhnt doch etwas mit der vollmundigen Ansage "kein Browser". Vielleicht war das in früheren Versionen von Peppermint mal der Fall, und die User sind Sturm gelaufen "kein Browser, wo lebt ihr denn..." und die Entwickler hatten noch keine Zeit, bzw. es schlicht vergessen, die Doku zu ändern, keine Ahnung,

viele Grüße gosia 
#2
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Debian / Peppermint OS
Letzter Beitrag von gosia - 27. Juli 2026, 21:14:42
Bei Peppermint OS handelt es sich um eine sehr leichtgewichtige Distribution., die deshalb auch für ältere Rechner benutzbar bleibt. Dies wird dadurch erreicht, dass, im Gegensatz zu den meisten anderen Distris, per Default nur ein Minimum an Software installiert wird. Sozusagen nur die Core-Pakete, die unbedingt notwendig sind, damit das System läuft. Peppermint nennt sich deshalb ein "bare-bones OS", kein Firewall, kein Browser, kein Office-Paket oder kein Media Player. Klingt auf den ersten Blick abschreckend, hat aber den Vorteil, dass man sich die wirklich benötigten Komponenten selbst aussuchen und installieren kann (und natürlich auch muss). Wer sich schon mal von der Flut der installierten Pakete einer herkömmlichen Distri erschlagen gefühlt hat ("ich möchte kein Thunderbird sondern lieber Claws-Mail", z.B.) wird dies zu schätzen wissen. Was bekommt man nun sozusagen als "Basis-Ausstattung"? Ganz einfach, als Desktop-Environment xfce mit dem Dateimanager Thunar.
Fast zum Schluss noch das Beste, weshalb Peppermint hier erwähnt wird: Es existiert in zwei Geschmacksrichtungen, einmal als Debian-Derivat, das lassen wir einfach mal hier liegen ;) und dann eine Devuan-basierte ISO, natürlich systemd-frei mit den Init-Systemen SysV, OpenRC oder runit.
https://peppermintos.com/trixie-base-downloads/
Was gibt es sonst noch zu erwähnen? Nun, es sei nicht verschwiegen, dass es zumindest bei eventuellen Problemen nützlich ist, wenn man halbwegs englisch kann, denn das User-Forum und ein kleines Wiki gibt es nur auf englisch.
Einen Versuch ist Peppermint OS aber auf jeden Fall wert.

viele Grüsse gosia
#3
Die Schwierigkeiten, systemd durch dinit zu ersetzen, sind bei KaOS offenbar überwunden. Seit einiger Zeit läuft zumindest der Release-Kandidat 2026.06 RC von KaOS mit dinit als Init-System. Für den Systemstart wird ausserdem der Session-Daemon seatd benutzt.
Bleiben nur noch die systemd-Kompomenten systemd-udev, tmpfiles und elogind (für polkit) für absehbare Zeit übrig. Aber es wird zumindest daran gearbeitet.
https://kaosx.us/news/2026/kaosdinit06/
Ein "gutes" Beispiel dafür, wie schwierig es ist sich von der Krake systemd wieder zu befreien, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat.

viele Grüsse gosia

#4
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Neuigkeiten aus aller Welt / Alterskontrolle und VPN
Letzter Beitrag von gosia - 13. Mai 2026, 18:49:11
Alterskontrolle, eine scheinbar unendliche Geschichte. Hatten wir vor kurzem das Thema "Alterskontrolle und systemd", so taucht jetzt "Alterkontrolle und VPN" auf. Warum dies? Nun, weil man langsam merkt, dass die Alterskontrolle auf die eine oder andere Art technisch umgangen werden kann und die Jugendlichen offenbar erfinderischer sind, als es sich die Jugendschützer haben träumen lassen. Ein Werkzeug dazu ist VPN, und deshalb stuft der Wissenschaftliche Dienst des EU-Parlaments VPNs als Gefahr für den Jugendschutz ein
"Some argue that access to VPN services should be restricted to users above a digital age of majority."
https://www.europarl.europa.eu/thinktank/en/document/EPRS_ATA(2026)782618
Hoppla, Zugang zu VPN nur mit Alterskontrolle? Beisst sich da die Katze nicht selbst in den Schwanz?
Was also tun? VPN verbieten? Ehe hier einige zusammenzucken und am Rande des Nervenzusammenbruchs stehen, nein, ruhig bleiben, "ein Verbot von VPN-Angeboten steht derzeit allerdings nicht zur Debatte."
https://www.computerbase.de/news/netzpolitik/plaene-zur-alterskontrolle-in-der-eu-analyse-sieht-vpns-als-problem-bei-durchsetzung.97303/
Aber lese ich da das Wörtchen "derzeit"? Hm, "derzeit nicht", aber vielleicht "später"? Nun ja, ich glaube nicht, dass ein Verbot von VPN technisch möglich wäre. Also nur einen halben Schritt, Alterskontrolle für VPN, s.o.? Dass dies nur mit Aufweichung der Privatsphäre möglich ist haben nicht nur die VPN-Anbieter, sondern auch Datenschützer und Organisationen für digitale Freiheit begriffen und z.B. in Großbritannien einen Offenen Brief veröffentlicht, der auf dieses Problem hinweist und davor warnt:
https://cyberinsider.com/mozilla-mullvad-proton-sign-letter-opposing-uk-age-verification/
Was bleibt also? Die von Ursula von der Leyen  in der EU vorgestellte App zur Altersüberprüfung?
https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/news/commission-makes-available-age-verification-blueprint
Nun ja, nur einen Tag später war dieses Wunderwerk in ein paar Minuten gehackt...
https://www.telepolis.de/article/Gehackt-in-zwei-Minuten-Das-Versagen-der-EU-Altersverifizierung-11269237.html
Es geht sogar einfacher. In Australien ist z.B. der Umsatz von Theaterschminke gestiegen, weil sich die Kids künstliche Schnurrbärte anmalen um damit die Kontroll-KI auszutricksen. Und siehe da, es funktioniert...
Mal sehen, wie dieser Wettlauf zwischen Hase und Igel ausgeht. Bis jetzt konnte der Igel (bzw. seine Frau) noch immer verkünden ,,Ick bün all hier!"

viele Grüsse gosia
#5
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Neuigkeiten aus aller Welt / Antw:Alterskontrolle mit syste...
Letzter Beitrag von Daemon - 24. April 2026, 14:20:24
Tja, systemd war schon immer beschissen, wird es auch immer bleiben, und wird immer schlimmer.

Und, wie bekannt, arbeitet ja LP auch bei Microsoft.

Aber zum Glück muss man das ja nicht benutzen.
#6
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Void Linux / Antw:Kurzvorstellung von Void-...
Letzter Beitrag von gosia - 08. April 2026, 22:27:16
Hallo Roberto,
ja ist schon verblüffend oder besser gesagt interessant. Möglich gemacht wird dies vor allem mit dem Void-eigenen Werkzeug void-mklive mit dem sich relativ einfach (naja, fast) benutzerdefiniertes ISOs nach eigenen Wünschen erstellen kann. Was dabei raus kommt ist natürlich manchmal sehr speziell, sieht man auch an manchen Derivaten aus meiner Liste. Aber immerhin, so ist eben das bunte Linux-Leben  :D

viele Grüsse gosia

#7
avatar_gosia
Neuigkeiten aus aller Welt / Alterskontrolle mit systemd
Letzter Beitrag von gosia - 08. April 2026, 22:06:51
In systemd-basierten System existiert schon länger eine JSON-Datei, die User- und Maschinenspezifische Daten enthält, z.B.
  •   Windows-Netzwerk-Anmeldedaten
  •   Informationen zu den für diesen Benutzer zu verwendenden Standard-IMAP- und SMTP-Servern
  •   Informationen zur Kindersicherung, die für diesen Benutzer gelten sollen
  •   Standardparameter für Sicherungsanwendungen und Ähnliche
diese Datei kann (und wird auch) mit dem Dienst systemd-userdbd verarbeitet und kann mit dem Kommando userdbctl ausgelesen werden.
Was als moderne Alternative zur Userverwaltung deklariert wurde weitet sich nun systemd-typisch immer weiter aus und soll nun auch als Betriebssystem-eigene Alterskontrolle benutzt werden. Dazu hat L. Poettering ein neues Feld in diese User-DB eingefügt, die auch das Geburtsdatum des Users abspeichert. Die Begründung dafür ist, dass in mehreren US-Bundesstaaten und anderen Ländern, z.B. Brasilien eine Betriebssystem-basierte Alterskontrolle ab 2027 zur gesetzlichen Pflicht wird. Auch in der EU gibt es in Form des Digital Services Act (DSA) derartige Ideen.
Karsten Stadermann schreibt zu dieser userdb in kalika.de sehr zutreffend:
damit wurde
Zitat"eine Infrastruktur geschaffen, die prinzipiell in der Lage ist, sensible personenbezogene Daten zu speichern und zu verarbeiten – darunter auch Altersinformationen."
Nun kann man lange darüber diskutieren ob solche Altersinfos technisch einwandfrei und verifizierbar überhaupt möglich sind - ich zweifle sehr daran - aber darum geht es nicht. Es geht doch vielmehr um die sich immer weiter ausbreitende Kontrollsucht und das Sammeln von persönlichen Daten und deren Verknüpfung und Auswertung, hin zum "gläsernen Bürger".
Wer sich tiefer mit der Problematik auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich den schon erwähnten Blog von Karsten Stadermann
https://www.kalika.de/posts/systemd-age-verification-linux-kontroverse-2026/ der sich noch intensiver damit befasst, als ich dies hier tun kann.

viele Grüsse gosia
#8
avatar_Roberto
Void Linux / Antw:Kurzvorstellung von Void-...
Letzter Beitrag von Roberto - 04. April 2026, 08:50:45
Ich nutze mittlerweile Void Linux als Haupt-Distribution, aber dass es so viele Derivate gibt, ist verblüffend  :)
#9
avatar_gosia
Void Linux / Kurzvorstellung von Void-Deriv...
Letzter Beitrag von gosia - 28. März 2026, 21:39:14
Dass Void eine sehr gute Linux-Distri ist, damit renne ich hoffentlich offene Türen ein. Es zeigt sich aber auch darin, dass von dieser relativ kleinen Distri überraschend viele Derivate existieren. Deshalb habe ich mal versucht eine kleine Liste von diesen Derivaten zusammenzustellen. Dies für alle, die die eine oder andere Distri davon testen möchten.
Aber damit es klar ist, ich habe nur wenige davon kurz ausprobiert, komme auch nicht dazu, dies ausführlicher zu machen. Das überlasse ich anderen. Daher stammen die beschreibenden Texte auch nicht von mir, sondern sind den Beschreibungen der jeweiligen Distris entnommen.

  • AbeirOS ist eine Linux-Distribution mit einem KDE-Plasma-Desktop. Ihr Hauptmerkmal ist die Verwendung der C-Bibliothek ,,musl" (anstelle der von den meisten Linux-Distributionen verwendeten GNU-Bibliothek ,,glibc"), die als leichtgewichtige und effiziente Alternative zu glibc gilt, jedoch einige Kompatibilitätsprobleme mit sich bringt und sich eher für Container und eingebettete Systeme eignet.
  • AfagOS ein Schwesterprojekt von AgarimOS mit einem Vanilla-KDE-Plasma-Desktop.
  • AgarimOS ist in mehreren Desktop-Varianten erhältlich, darunter Cinnamon, GNOME, KDE Plasma, LXQt, MATE und Xfce, die alle in ihrem Standardzustand über eine begrenzte Anzahl von Anwendungen verfügen. Die Distribution enthält außerdem verschiedene Optimierungen, benutzerdefinierte Designs und eine interessante Auswahl an Software, darunter den Terminalemulator WezTerm, das Systeminformationsprogramm Neofetch, den Werbeblocker hBlock und das Download-Tool aria2.
      s.a. https://distrowatch.com/weekly.php?issue=20260216
  • BRGV-OS ist eine Rolling-Release-Distri mit einem angepassten GNOME-Desktop, der über eine Vielzahl von Design-Themen verfügt. Sie bietet sofortige Unterstützung für die Sprachen Englisch und Rumänisch. Das Projekt zielt darauf ab, Entwicklern, Forschern und Anwendern den Umstieg von Windows oder macOS auf Linux zu erleichtern, indem vertraute Arbeitsgewohnheiten und Arbeitsabläufe beibehalten werden.
  • d77void wurde entwickelt um die Fähigkeiten der Void-Tools wie void-mklive und void-packages zu demonstrieren. Ursprünglich als Void-Respin mit dem Fluxbox-Fenstermanager gestartet, hat sich das Projekt weiterentwickelt und bietet nun eine breite Palette an Fenstermanagern, Wayland-Compositors und Desktop-Umgebungen, darunter Awesome, bspwm, COSMIC, dwm, Fluxbox, herbstluftwm, Hyprland, i3wm, JWM, labwc, LeftWM, LXQt, Niri, Openbox, Qtile, River, Sway, Wayfire und Xfce. Die Distribution kann mit dem Textmodus-Installationsprogramm d77void-installer auf einer Festplatte installiert werden.
  • gabeeOSLinux ist für den allgemeinen Desktop-Einsatz konzipiert. Es bietet verschiedene Fenstermanager und Wayland-Compositoren, darunter Hyprland, i3, Openbox und Qtile. Neben dem Befehlszeilen-Paketmanager xbps bietet die Distribution auch das grafische Paketverwaltungsprogramm OctoXBPS
  • LangitKetujuh OS ist eine indonesische Desktop- und Multimedia-Linux-Distribution. Sie nutzt den KDE-Plasma-Desktop und ist in den Editionen ,,Home" und ,,Studio" erhältlich. Zu den wichtigsten Funktionen gehören die Verfügbarkeit von Builds, die mit glibc- oder musl-libc-C-Bibliotheken kompiliert wurden, das runit-Init-System, die Vulkan-API, der neueste LTS-Linux-Kernel, die Verwendung des zram-Blockgeräts im RAM sowie separate Builds für AMD- und Intel-Prozessoren. Die LangitKetujuh ,,Studio"-Edition bietet eine umfangreiche Auswahl an Anwendungen für digitale Illustration und Malerei, voll ausgestattete 2D/3D-Animation, Desktop-Publishing und Layout-Design, Fotografie und Bildverwaltung, nichtlineare Audio- und Videobearbeitung sowie CAD und technisches Zeichnen.
  • LazyLinux benutzt Xfce als bevorzugten Desktop und soll benutzerfreundlich und direkt nach der Installation einsatzbereit sein. Die Distribution enthält viele verbreitete Produktivitäts- und Multimedia-Anwendungen, wie den Brave-Browser, den E-Mail-Client Thunderbird, die Office-Suite LibreOffice, das Bildbearbeitungsprogramm GIMP, den Vektorgrafik-Editor Inkscape, den VLC Media Player und viele andere. LazyLinux bietet außerdem sofortige Unterstützung für Flatpak-Pakete.
  • Neko-Void ist eine Rolling-Release Distri die eine vorkonfigurierte MATE-Desktopumgebung mit ausgewählter Software bietet. Sie richtet sich an Nutzer, die die Stabilität und den Minimalismus von Void Linux mit modernen Desktop-Funktionen verbinden möchten. Die Distribution wird mit einem eigenen Systeminstallationsprogramm namens ,,Kasha Installer" ausgeliefert und ist in zwei verschiedenen Editionen erhältlich, die entweder den X.Org- oder den Xlibre-Display-Server verwenden.
  • Noid Linux ist eine minimalistische Linux-Distribution mit Xfce als bevorzugtem Desktop. Sie umfasst einen langfristig unterstützten Linux-Kernel, das Systeminstallationsprogramm Calamares, den Webbrowser Brave, Unterstützung für Flatpak-Pakete und einen benutzerdefinierten Begrüßungsbildschirm. Das Projekt stellt außerdem ein eigenes Repository für die XBPS-Pakete von Void mit zusätzlicher Software bereit.
    s.a. https://distrowatch.com/weekly.php?issue=20260216
  • T4n OS ist eine schlanke, schnelle und minimalistische Linux-Distribution mit einem Xfce-Desktop. Neben einigen Standardmerkmalen, die vom Upstream übernommen wurden, wie dem Rolling-Release-Modell, dem Paketmanager XBPS und dem Init-System runit, bietet das Projekt auch VUR (Void User Repository), ein Software-Repository-Konzept, das vom AUR (Arch User Repository) von Arch inspiriert ist.
#10
Bin ich mal gespannt was die draus machen.

Das entwickelt sich immer mehr zu einem geschlossenen System wie Microsoft oder Apple.