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Devuan / Antw:Vendefoul Wolf Linux im k...
Letzter Beitrag von Daemon - 27. Dezember 2025, 09:03:26
Wie bist du denn auf die gekommen?
#12
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Devuan / Vendefoul Wolf Linux im kurzen...
Letzter Beitrag von gosia - 25. Dezember 2025, 17:10:17
Hier ein kurzer Bericht über Vendefoul Wolf Linux mit dem Schwerpunkt darauf, wie sich diese Distro wohl für Windows-Umsteiger anfühlen könnte. Ich muss natürlich betonen, dass ich einigermassen mit Linux vertraut bin und die echten Linux-Neulinge manches vielleicht anders sehen werden. Wichtig ist auch, dass ich die xfce-Variante  Vendefoul-Excalibur-Xfce4_amd64_2025-10-23_RC_Dawn benutzt habe und manche Unstimmigkeiten eventuell darauf zurückzuführen sind und in der Trinity-Variante vielleicht nicht auftreten. Neuere Erkenntnisse mit Vendefoul Wolf Linux und dem Trinity-Desktop werde ich im neuen Jahr nachliefern. Ausserdem habe ich Vendefoul Wolf nur kurz angetestet und nicht jeden Bestandteil ausführlich ausprobiert. Soviel zur langen Vorrede, nun zum eigentlichen Test.
Der USB-Stick mit dem ISO startet mit einem schlichten Textmenu, bei dem hier nur der Punkt
* Live/Installations-Modus
interessiert und landet sehr schnell im xfce-Desktop, hübsch anzusehen, aber oh Schreck, das meiste in spanisch, manches englisch - wohl dem, der die Symbole und Icons schon kennt. Nun ja, auch ohne spanisch-Kentnisse begreift man, dass "Instalacion del sistema" der entscheidende Menupunkt zur Installation ist. Benutzt wird der verbreitete Installer Calamares, der sich auch erstmal auf spanisch meldet. Zum Glück lässt sich hier aber "Deutsch" auswählen und es kann losgehen. Ich denke, auch wer Calamares noch nie gesehen hat kann mit ihm zurechtkommen. Im Zweifelsfall sollte man einfach die angebotenen Defaultwerte wählen. Hat Calamares seine Arbeit getan wird man aufgefordert, das Installationsmedium zu entfernen und das frisch gebackene Linux startet in dem schon erwähnten xfce-Desktop. Links die vertikale Leiste mit den wichtigsten Startsymbolen, ganz oben das Auswahlmenu für alle installierten Programme und unten in der Mitte ebenfalls eine Auswahl von Startsymbolen. Auf den ersten Blick alles ordentlich auf deutsch, leider mit Ausnahmen. Da gibt es einen Punkt "Welcome to Vendefoul Wolf Linux", der ein Auswahlfenster öffnet, das leider nur auf englisch umstellbar ist. Aber auch nach der Umstellung bleibt es etwas kryptisch mit sechs Menupunkten:
* Apps -> bietet Flatpaks zum Installieren an, absolut nicht mein Fall, aber für Windowsumsteiger sicher nützlich. Ordentlich in zehn Sachgruppen wie Audio/Video, Game, Graphics, Utility usw. geordnet kann man dort gewünschten Anwendungen suchen und auf gewohnte Windows-Manier runterladen und installieren, ohne sich um Abhängigkeiten kümmern zu müssen.
* Init -> Auswahl, ob runit, openrc oder sysvinit als Init-System benutzt werden soll. Sehr nützlich, aber Windowsusern wird dies wohl eher spanisch vorkommen, zumal das Menu tatsächlich spanisch als Sprache benutzt. Aber gut, einfach so lassen schadet auch nicht.
* RAM -> wie zu erwarten, eine Anzeige der RAM- und Prozessor-Auslastung, leider auch nur auf spanisch.
* WEB -> Überraschung, startet den Browser LibreWolf
* INFO -> führt zu Infos, oder besser gesagt, zu einem kleinen Handbuch (10 Seiten) über Vendefoul Wolf GNU/Linux, aber auch das komplett in spanisch
* Feedback -> Kontaktaufnahme mit den Entwicklern über Telegram möglich

Auf das allgemeine Anwendungsmenu kann und will ich nicht im Detail eingehen, aber es ist gut und reichlich bestückt. Wer z.B. den Browser Librewolf nicht mag findet dort den Thorium Browser, der im allgemeinen als sehr schnell und sicher angesehen wird.
Statt Flatpaks kann man auch die Paketverwaltung Synaptik bzw. apt für die Kommandozeile benutzen, ist also für jeden Geschmack etwas dabei.
Manches ist aber etwas verwirrend. So gibt es z.B. einen Menupunkt "KDE/Plasma Einstellungen" und das bei xfce? Macht in der Trinity-Variante Sinn, wurde also wahrscheinlich bei xfce nur vergessen, dies rauszunehmen. Oder die sehr nützlichen MX-Tools, die bei mir aber nur zwei Dinge anbieten, die Boot-Reperatur und den Benutzer-Manager. Ob das an mir oder an der gewählten ISO liegt, dem bin ich nicht weiter nachgegangen.

Mein Fazit fällt gemischt aus. Das angebotene Flatpak-Menu ist bei allem persönlichen Vorbehalt für Windows-Umsteiger sicher der grösste Pluspunkt. Noch leichter eventuell fehlende Anwendungen nachzuinstallieren ist wohl kaum möglich. Wer doch etwas mehr Linux-Luft schnuppern und sich aus dem sehr reichhaltigen Debian/Devuan-Fundus bedienen möchte kann ja dann zu Synaptik und eventuell apt greifen.
Bei den teilweise auftretenden rein spanischen Menupunkten bin ich unschlüssig. Ist schade, aber viele davon kann man einfach ignorieren oder ähnliche benutzen, wie z.B. statt RAM eben htop. Das muss man natürlich wissen.
Insgesamt kann ich sagen, trotz aller Meckereien ein gutes System mit Luft nach oben und kleinen Schönheitsfehlern, die aber für den täglichen Gebrauch nicht sehr ins Gewicht fallen. Ich vergebe mal 3 von 5 möglichen Punkten. Mal sehen, wie es im neuen Jahr mit Vendefoul Wolf und dem Trinity-Desktop aussieht.

viele Grüsse gosia
#13
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MX Linux | Antix Linux / MX Linux Update auf MX-25 „Inf...
Letzter Beitrag von gosia - 16. November 2025, 20:54:19
MX-25 basiert jetzt auf Debian 13 ,,trixie" und den MX-Repositories. Die wichtigste Neuheit besteht darin, dass man sich schon bei den ISOs entscheiden muss, ob man systemd oder sysVinit als Init-System benutzen möchte. Eine Auswahl beim Booten ist demnach nicht mehr möglich. Grund dafür ist, dass die bisher dafür benutzten systemd-Shim-Pakete nicht mehr mit den neuesten 6.12-Kerneln von Debian kompatibel sind.
Auf den ersten Blick klingt dies gut, weil u.a. auch hier diskutiert wurde, ob man MX-Linux als systemd-freie Distribution ansehen kann oder nicht. Dies ist ja nun mit dieser sauberen Trennung geklärt. Allerdings sehe ich nun die Gefahr, dass bei zu geringen Downloadzahlen der SysV-Varianten seitens der Entwickler von MX-Linux entschieden wird, dass sich die Mühe der Zweigleisigkeit nicht lohnt. Die KDE/Plasma-Version gibt es ja in MX-25 schon nur noch für systemd.
Deshalb mein Aufruf, wenn MX-25 (was wirklich empfehlenswert ist), dann ladet euch die richtige Variante herunter...

weitere Details:
https://mxlinux.org/blog/mx-25-infinity-isos-now-available/
https://mxlinux.org/blog/changes-coming-with-mx-25/

viele Grüsse gosia
#14
avatar_gosia
Devuan / Vendefoul Wolf Linux
Letzter Beitrag von gosia - 27. Oktober 2025, 18:59:14
mit Vendefoul Wolf Linux steigt eine weitere systemd-freie Distro in den Ring. Ganz neu ist sie nicht, sie existiert seit ca. einem Jahr, ist aber bis jetzt zumindest unter meinem Radar geblieben.
Es handelt sich dabei um ein Devuan-Derivat, das als Init-System das ehrwürdige SysVinit 3.14 als Default anbietet. Wer es moderner möchte, kann aber auch OpenRC oder Runit benutzen. Als Besonderheit ist dafür ein ein Init Changer-Tool enthalten, das den Benutzern die "Init Freedom" gewährt, ihr bevorzugtes Prozessmanagementsystem ohne komplizierte manuelle Konfiguration auszuwählen. Weiterhin versprechen die Entwickler, dass ihr System ohne Telemetrie und ohne integrierte Künstliche Intelligenz auskommt. Als Kernel wird momentan Version 6.17 benutzt und das Desktop Environment bildet Trinity, ein Fork vom K Desktop Environment 3. Es gibt aber auch Spins mit Xfce4 oder JWM/Openbox. Laut Entwicklern sollen die Minimalanforderungen mit 400 MB RAM sehr gering sein, so dass Vendefoul Wolf Linux auch mit älterer Hardware noch flüssig laufen sollte.
Ob das Versprechen gehalten wird, dass gängige Hardwarekomponenten, wie Drucker und Bluetooth-Geräte, "Out of the Box", also ohne umständliche Konfigurationsorgien, sofort funktionieren, müssten grössere Tests zeigen. Wenn ja, wäre Vendefoul Wolf Linux ein Umstiegskandidat für frustrierte Windows 10 User. Dafür spricht auch, dass es vorher als Live-USB mit Persistenz getestet werden kann. Zum Installieren wird Calamares benutzt.
Als kleiner Wermutstropfen sei noch erwähnt, dass die Distro aus Spanien kommt und deren Homepage zumindest bis jetzt nur auf spanisch vorliegt. Die Distro selbst kann natürlich trotzdem auf dem üblichen Weg deutsch lokalisiert werden, aber ob jemals ein deutschsprachiges Hilfeforum dazu entsteht, ist eher zweifelhaft. Da Vendefoul Wolf Linux aber auf Devuan basiert, kann man bei eventuellen Problemen wohl meist auf vorhandene Lösungsansätze von Devuan zurückgreifen.
ISOs gibt es auf Sourceforge
#15
avatar_gosia
Artix Linux / Artix wirft Gnome wegen system...
Letzter Beitrag von gosia - 28. September 2025, 20:50:32
Artix bot bisher noch Gnome als Desktop-Environement zum Download an. Gnome ist schon länger eng mit systemd verknüpft, aber seit der Version 49 ist die systemd-Abhängigkeit so angewachsen, dass die Artix-Entwickler weder die Zeit noch das Interesse haben den Gnome-Code so zu modifizieren, um Gnome auch ohne systemd ans laufen zu bringen. Der Hauptgrund für diese Probleme ist hauptsächlich die Entfernung des non-systemd fallback Codes in gnome-session und dass der bisher verwendete Patch zur Verwendung von elogind nicht mehr funktioniert.
Die daraus resultierend logische Entscheidung besteht darin, dass die gesamte Unterstützung für Gnome-basierte Desktops eingestellt werden muss. Zwar sind in den Repos noch ältere Versionen verfügbar, es kann aber nicht garantiert werden, dass die betreffenden Gnome-Anwendungen noch funktionieren. Deshalb werden sie auch nach und nach aus den Repos enfernt.
Die Diskussion über dieses Thema und die eventuellen Auswirkungen kann im Artix Linux Forum verfolgt werden.

https://artixlinux.org/news.php#GNOME_Desktop_Environment_No_Longer_Supported
#16
avatar_gosia
Neuigkeiten aus aller Welt / EU versucht wieder eine allgem...
Letzter Beitrag von gosia - 25. August 2025, 21:52:15
Schon seit 2022 gibt es in der EU Versuche, eine allgemeine Kontrolle und Überwachung von Chatverläufen einzuführen. Zum Glück ist dies bisher am Widerstand verschiedener Länder gescheitert. Nun hat Dänemark, das gerade die Ratspräsidentschaft übernommen hat, einen neuen Vorstoss unternommen. Internetdienste wie Messenger und Social-Media-Dienste sollen verpflichtet werden, sämtliche Inhalte der Nutzer:innen (auch verschlüsselte Nachrichten und Fotos) automatisch auf Straftaten zu scannen. Dabei soll auch KI zum Einsatz kommen. Ganz klar, dass damit alle unter Generalverdacht gestellt werden und dies gegen das Grundrecht auf Privatsphäre und Datenschutz verstösst. Ausserdem hat sicher jeder schon mal gesehen, was herauskommt, wenn KI zu halluzinieren anfängt. Es ist nicht schwer, sich die Menge der dadurch entstehenden Fehlalarme auszumalen, die dann wiederum von Hand nachkontrolliert werden müssen. Das dies alles für den eigentlichen Zweck der Massnahme - dem Schutz von Kindern gegen sexuellen Missbrauch im Internet - kaum bis gar nicht funktioniert, ist klar.
Klar ist aber auch, dass solche allgemeinen Big-Brother-Massnahmen, einmal eingeführt, nie wieder zurückgenommen werden, sondern im Gegenteil, es wird meist versucht, dies immer mehr auszuweiten und die angesammelte Datenflut auch für andere Zwecke auszunutzen. "Genossen, wir müssen alles wissen!" hat schon Erich Mielke seinen Stasi-Leuten befohlen.

https://fightchatcontrol.eu/
https://chat-kontrolle.eu/
#17
Böse Buben haben mit einem Supply-Chain-Angriff die Kontrolle über die Java-Testing-Library is erlangt und so den Account eines Projektverantwortlichen gekapert. Dabei ist es ihnen gelungen Schadcode in npm, den Paketmanager für Node Javascript Plattformen, einzubauen. Betroffen sind die npm-Versionen 3.3.1 und 5.0.0.
Die Version 3.3.2 ist inzwischen wieder in Ordnung und kann runtergeladen werden.
Genaueres über den Schadcode, der per Remote Shell angreift und das restliche Drumherum siehe hier
Beliebtes JavaScript-Paket is: Malware durch Supply-Chain-Angriff
#18
Sicherheitsforscher von der Cybersecurityfirma Stratascale haben eine Sicherheitslücke im Kommandozeilentool sudo entdeckt. Diese entsteht durch die fehlerhafte Implementierung der chroot-Option von sudo. Damit ist es möglich dass ein Angreifer sudo dazu bringt, eine beliebige Shared Library zu laden, indem er eine /etc/nsswitch.conf-Datei unter dem vom Benutzer angegebenen Root-Verzeichnis erstellt. Allerdings ist dies nur mit lokalem Zugriff auf den Rechner möglich.
Abhilfe: Es sollte so schnell wie möglich ein Update von sudo durchgeführt werden - ab Version 1.9.17p1 ist der Fehler behoben. Welche Version von sudo man installiert hat kann man mit
sudo -V

kontrollieren.
In zukünftigen Versionen von sudo wird die chroot-Option voraussichtlich vollständig entfernt.

https://www.stratascale.com/vulnerability-alert-CVE-2025-32463-sudo-chroot
https://www.openwall.com/lists/oss-security/2025/06/30/3
https://www.golem.de/news/root-zugriff-fuer-alle-kritische-sudo-luecke-gefaehrdet-unzaehlige-linux-systeme-2507-197635.html
#19
avatar_Daemon
Neuigkeiten aus aller Welt / Antw:Linux- und OpenSource-Ver...
Letzter Beitrag von Daemon - 30. Juni 2025, 16:23:24
Schade, ist jetzt nichts in der "Nähe" dabei wo ich sagen würde dass es sich lohnt hinzufahren.
#20
avatar_gosia
Neuigkeiten aus aller Welt / Linux- und OpenSource-Veransta...
Letzter Beitrag von gosia - 29. Juni 2025, 17:02:51
Ich staune immer wieder, wie schnell doch die Zeit vergeht. Schon wieder ist die Hälfte des Jahres erreicht. Sommerzeit - Ferienzeit, warum sollte man sich da nicht mal mit Gleichgesinnten treffen? Hier ein paar Termine für die nächste Zeit:

für Details und weltweite Veranstaltungen bitte bitte auf http://www.openos.at/pages/news/events.php und https://foss.events/ nachsehen. Von dort stammen auch alle obigen Termine, eventuelle Fehler stammen von mir...