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Kurzvorstellung von Void-Derivaten

Begonnen von gosia, 28. März 2026, 21:39:14

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gosia

Dass Void eine sehr gute Linux-Distri ist, damit renne ich hoffentlich offene Türen ein. Es zeigt sich aber auch darin, dass von dieser relativ kleinen Distri überraschend viele Derivate existieren. Deshalb habe ich mal versucht eine kleine Liste von diesen Derivaten zusammenzustellen. Dies für alle, die die eine oder andere Distri davon testen möchten.
Aber damit es klar ist, ich habe nur wenige davon kurz ausprobiert, komme auch nicht dazu, dies ausführlicher zu machen. Das überlasse ich anderen. Daher stammen die beschreibenden Texte auch nicht von mir, sondern sind den Beschreibungen der jeweiligen Distris entnommen.

  • AbeirOS ist eine Linux-Distribution mit einem KDE-Plasma-Desktop. Ihr Hauptmerkmal ist die Verwendung der C-Bibliothek ,,musl" (anstelle der von den meisten Linux-Distributionen verwendeten GNU-Bibliothek ,,glibc"), die als leichtgewichtige und effiziente Alternative zu glibc gilt, jedoch einige Kompatibilitätsprobleme mit sich bringt und sich eher für Container und eingebettete Systeme eignet.
  • AfagOS ein Schwesterprojekt von AgarimOS mit einem Vanilla-KDE-Plasma-Desktop.
  • AgarimOS ist in mehreren Desktop-Varianten erhältlich, darunter Cinnamon, GNOME, KDE Plasma, LXQt, MATE und Xfce, die alle in ihrem Standardzustand über eine begrenzte Anzahl von Anwendungen verfügen. Die Distribution enthält außerdem verschiedene Optimierungen, benutzerdefinierte Designs und eine interessante Auswahl an Software, darunter den Terminalemulator WezTerm, das Systeminformationsprogramm Neofetch, den Werbeblocker hBlock und das Download-Tool aria2.
      s.a. https://distrowatch.com/weekly.php?issue=20260216
  • BRGV-OS ist eine Rolling-Release-Distri mit einem angepassten GNOME-Desktop, der über eine Vielzahl von Design-Themen verfügt. Sie bietet sofortige Unterstützung für die Sprachen Englisch und Rumänisch. Das Projekt zielt darauf ab, Entwicklern, Forschern und Anwendern den Umstieg von Windows oder macOS auf Linux zu erleichtern, indem vertraute Arbeitsgewohnheiten und Arbeitsabläufe beibehalten werden.
  • d77void wurde entwickelt um die Fähigkeiten der Void-Tools wie void-mklive und void-packages zu demonstrieren. Ursprünglich als Void-Respin mit dem Fluxbox-Fenstermanager gestartet, hat sich das Projekt weiterentwickelt und bietet nun eine breite Palette an Fenstermanagern, Wayland-Compositors und Desktop-Umgebungen, darunter Awesome, bspwm, COSMIC, dwm, Fluxbox, herbstluftwm, Hyprland, i3wm, JWM, labwc, LeftWM, LXQt, Niri, Openbox, Qtile, River, Sway, Wayfire und Xfce. Die Distribution kann mit dem Textmodus-Installationsprogramm d77void-installer auf einer Festplatte installiert werden.
  • gabeeOSLinux ist für den allgemeinen Desktop-Einsatz konzipiert. Es bietet verschiedene Fenstermanager und Wayland-Compositoren, darunter Hyprland, i3, Openbox und Qtile. Neben dem Befehlszeilen-Paketmanager xbps bietet die Distribution auch das grafische Paketverwaltungsprogramm OctoXBPS
  • LangitKetujuh OS ist eine indonesische Desktop- und Multimedia-Linux-Distribution. Sie nutzt den KDE-Plasma-Desktop und ist in den Editionen ,,Home" und ,,Studio" erhältlich. Zu den wichtigsten Funktionen gehören die Verfügbarkeit von Builds, die mit glibc- oder musl-libc-C-Bibliotheken kompiliert wurden, das runit-Init-System, die Vulkan-API, der neueste LTS-Linux-Kernel, die Verwendung des zram-Blockgeräts im RAM sowie separate Builds für AMD- und Intel-Prozessoren. Die LangitKetujuh ,,Studio"-Edition bietet eine umfangreiche Auswahl an Anwendungen für digitale Illustration und Malerei, voll ausgestattete 2D/3D-Animation, Desktop-Publishing und Layout-Design, Fotografie und Bildverwaltung, nichtlineare Audio- und Videobearbeitung sowie CAD und technisches Zeichnen.
  • LazyLinux benutzt Xfce als bevorzugten Desktop und soll benutzerfreundlich und direkt nach der Installation einsatzbereit sein. Die Distribution enthält viele verbreitete Produktivitäts- und Multimedia-Anwendungen, wie den Brave-Browser, den E-Mail-Client Thunderbird, die Office-Suite LibreOffice, das Bildbearbeitungsprogramm GIMP, den Vektorgrafik-Editor Inkscape, den VLC Media Player und viele andere. LazyLinux bietet außerdem sofortige Unterstützung für Flatpak-Pakete.
  • Neko-Void ist eine Rolling-Release Distri die eine vorkonfigurierte MATE-Desktopumgebung mit ausgewählter Software bietet. Sie richtet sich an Nutzer, die die Stabilität und den Minimalismus von Void Linux mit modernen Desktop-Funktionen verbinden möchten. Die Distribution wird mit einem eigenen Systeminstallationsprogramm namens ,,Kasha Installer" ausgeliefert und ist in zwei verschiedenen Editionen erhältlich, die entweder den X.Org- oder den Xlibre-Display-Server verwenden.
  • Noid Linux ist eine minimalistische Linux-Distribution mit Xfce als bevorzugtem Desktop. Sie umfasst einen langfristig unterstützten Linux-Kernel, das Systeminstallationsprogramm Calamares, den Webbrowser Brave, Unterstützung für Flatpak-Pakete und einen benutzerdefinierten Begrüßungsbildschirm. Das Projekt stellt außerdem ein eigenes Repository für die XBPS-Pakete von Void mit zusätzlicher Software bereit.
    s.a. https://distrowatch.com/weekly.php?issue=20260216
  • T4n OS ist eine schlanke, schnelle und minimalistische Linux-Distribution mit einem Xfce-Desktop. Neben einigen Standardmerkmalen, die vom Upstream übernommen wurden, wie dem Rolling-Release-Modell, dem Paketmanager XBPS und dem Init-System runit, bietet das Projekt auch VUR (Void User Repository), ein Software-Repository-Konzept, das vom AUR (Arch User Repository) von Arch inspiriert ist.

Roberto

Ich nutze mittlerweile Void Linux als Haupt-Distribution, aber dass es so viele Derivate gibt, ist verblüffend  :)
Drum lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen. Und ich lächelte und war froh ... und es kam schlimmer ;)

gosia

Hallo Roberto,
ja ist schon verblüffend oder besser gesagt interessant. Möglich gemacht wird dies vor allem mit dem Void-eigenen Werkzeug void-mklive mit dem sich relativ einfach (naja, fast) benutzerdefiniertes ISOs nach eigenen Wünschen erstellen kann. Was dabei raus kommt ist natürlich manchmal sehr speziell, sieht man auch an manchen Derivaten aus meiner Liste. Aber immerhin, so ist eben das bunte Linux-Leben  :D

viele Grüsse gosia