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guest6

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Zitat
Der neue feministische Code of Conduct hat bei FreeBSD eine hitzige Diskussion vom Zaun gebrochen. Nutzer werfen dem Projekt politische Zensur vor.

Ein neuer Verhaltenskodex des freien Unix-Betriebssystems FreeBSD hat einen Streit um seine politischen Inhalte ausgelöst. Konkret geht es um den Mitte Februar erstmals in Kraft getretenen Code of Conduct (CoC), der festlegt, welche Äußerungen, welches Benehmen und welche Diskussionen für das Projekt nicht akzeptabel sind – egal wo und online wie offline. Ferner gibt der CoC Anweisungen, wie betroffene Nutzer das Fehlverhalten anderer Anwender melden können und wann es zu einem Ausschluss führt.

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Linkback: https://systemdfree.de/index.php?topic=262.0

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Daemon

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Zitat
der festlegt, welche Äußerungen, welches Benehmen und welche Diskussionen für das Projekt nicht akzeptabel sind – egal wo und online wie offline.
Das finde ich am besten! 
I'm worse at what I do best and for this gift I feel blessed

guest6

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Ja, totaler Unsinn solche Regeln. Es existieren schon immer
Benimmregeln, wer sich nicht dran hält fliegt raus und gut.

Die schaden sich mit so einem Unsinn nur selber.
Oder werden diese Leute preventiv von bestimmten Firmen
eingeschleust, um nach Linux gleich mal FreeBSD zu vernichten 8)


guest33

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Hallo,

auf bsdforen.de wird dieses Thema auch gerade diskutiert. Mein Senf dazu:
- Es gibt da viel Lärm (Genderismus und ähnliches)
- Es gibt aber darauf auch ein agressives Echo, was teilweise noch lauter ist, als der Lärm.

Ergo: Das Bedürfnis, sich an anderen Leuten wegen irgendetwas abzuarbeiten, ist sehr stark ausgeprägt - bei beiden Seiten.

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Daemon

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- Es gibt aber darauf auch ein agressives Echo, was teilweise noch lauter ist, als der Lärm.
Dieses aggressive Echo kam aber erst, als die BSD Admins/Moderatoren auf reddit ganze Themen gelöscht haben, obwohl dort zuerst "normal" über die Themen (CoC) gesprochen wurde.

guest33

  • Gast
Hallo,

Dieses aggressive Echo kam aber erst, als die BSD Admins/Moderatoren auf reddit ganze Themen gelöscht haben, obwohl dort zuerst "normal" über die Themen (CoC) gesprochen wurde.
Ich rede von einem anderen Forum, auf welchem ich u.a. aktiv bin :)

Es gibt einen langen mittlerweile gesperrten Thread dazu, bei dem es interessanterweise auch solche Leute von - zum Glück wenigen - verbalen Krawallmachern abbekommen haben, die versucht haben, beide Seiten ein wenig zu verstehen. Und mit verbaler Krawallmacherei meine ich keine sachlichen kritischen Stimmen gegen den CoC, davon abgesehen sehe ich da natürlich auch Missbrauchspotenzial, ähnlich wie bei der MeToo Bewegung und habe für gewisse Genderismen wenig Verständnis. Aber bei der hitzigen Auseinandersetzung ging es zunächst auch um die Frage, ob es da überhaupt irgendwelche Notwendigkeiten (von den Inhalten mal ganz abgesehen) gibt.  

Die lautesten Zeterer gegen den CoC gehören nun gar nicht zum FreeBSD-Projekt, sondern sind in erster Linie, wie die meisten, Nutzer der Früchte des FreeBSD-Projektes.

Und das FreeBSD-Projekt ist demokratisch organisiert, ich bin der Auffassung, wer als Nutzer die Befürchtung hat, dass durch böse Genderleins über den FreeBSD-CoC der Untergang des Abendlandes bevor steht, möge sich bitte in das FreeBSD-Projekt mit hinein knieen und dann Einfluss nehmen.


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Daemon

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Ja, mag sein, aber ich bezog mich auf reddit. Ist ja aber auch egal um welches Forum es letztendlich geht.

Was ich mich nur die ganze Zeit frage, ist, wie das genau gemeint ist mit:
Zitat
der festlegt, welche Äußerungen, welches Benehmen und welche Diskussionen für das Projekt nicht akzeptabel sind – egal wo und online wie offline.


rrbs

  • Gast
Also meine Meinung zum Gendercodex von FrreBSD ist, das dies das aus für FreeBSD bedeutet.
Es haben sich sehr viele gemeldet die sagen, das sie unter diesen Bedingungen nicht mehr unterstützen
und ich gebe ihnen vollkommen recht.  FreeBsd wird von der Bildfläche verschwinden und aus dem Forum sind auch schon jetzt sehr viele raus.

guest33

  • Gast
Nun ja, das merkwürdige ist, dass auf bsdforum in das FreeBSD-Projekt Involvierte das ganz anders sehen - und die sind noch nicht einmal vorbehaltlos Befürworter des CoC.

Ich habe den Verdacht, dass die meiste heiße Luft von denjenigen kommt, die mit dem Projekt eigentlich gar nichts zu tun haben und zu den Nutznießern gehören.

Um mit Shakespeare zu sprechen: Viel Lärm um nichts von Leuten, die die Welt auf ihren  EDV-Horizont reduzieren.

rrbs

  • Gast
Durchaus möglich, allerdings ist FreeBSD nicht in der Lage sich so etwas leisten zu können.
Es sieht eh nicht rosig aus um BSD rum.

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Daemon

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Es sieht eh nicht rosig aus um BSD rum.
Wie kommst du da drauf?

guest33

  • Gast
Wie kommst du da drauf?
Hier zum Beispiel, das Sterben von BSD ist regelmäßig Thema (zum Teil unterhaltsam zu lesen):
Das "Sterben" der BSDs :)

rrbs

  • Gast
Wie kommst du da drauf?
Na beim letzten Linux Tag an der Uni sah es schon nicht so gut aus.
Wurde auch bestätigt.
Ist aber auch normal, da BSD ja keine Rolle spielt, zumindest auf bussines Basis nicht.

Der Vorteil von BSD ist, das es nicht alle pforts lang irgendwas großartiges ändert.

Natürlich wird BSD nicht wirklich sterben aber es wird auch nicht wirklich riesige Verbreitung finden, was ich persönlich schon wieder geil finde.
Allerding kam mit Void jetzt eine wesentlich bessere Variant zum Vorschein und ich hoffe schwer, das die ihren Weg geht.
Letzte Änderung: 26. Februar 2018, 09:21:45 von rrbs

rrbs

  • Gast
Für mich persönlich, der schon mit FreeBSD geliebäugelt hat, ist nach der Gendercode-Scheiße
FreeBSD echt vom Tisch, so etwas unterstütze bzw. nutze ich niemals.

guest33

  • Gast
Na beim letzten Linux Tag an der Uni sah es schon nicht so gut aus.
Wurde auch bestätigt.
Ist aber auch normal, da BSD ja keine Rolle spielt, zumindest auf bussines Basis nicht.

Der Vorteil von BSD ist, das es nicht alle pforts lang irgendwas großartiges ändert.

Natürlich wird BSD nicht wirklich sterben aber es wird auch nicht wirklich riesige Verbreitung finden, was ich persönlich schon wieder geil finde.
Allerding kam mit Void jetzt eine wesentlich bessere Variant zum Vorschein und ich hoffe schwer, das die ihren Weg geht.
Nun, FreeBSD ist ein akademisches Projekt, was überhaupt nicht um Anwender mit irgendeinem Marketing großartig wirbt. Wenn es zu irgendeinem Buisiness gehört, auf ein eierlegendes Wollmilchsau-Initsystem wie systemd aufzuspringen, dann ist dass den FreeBSDlern ziemlich schnuppe.
Aber auch bei FreeBSD gibt es manchmal Änderungen, die gravierend sein können, manches ist auch ein wenig Klischee mit diesem "System der Gestrigen" wo sich kaum was verändert.
Was Voidlinux angeht, finde ich es eine großartige Distribution, aber Voidlinux ist als GNU/Linux-Distribution weder eine Variane von FreeBSD, noch ist FreeBSD eine Distribution unter vielen anderen GNU/Linux-Distributionen, es ist ein ganz anderes Betriebssystem und es will auch nicht irgendwie sein wie ein GNU/Linux. Auf sogenannte Linuxismen, wie sie teilweise durch das Thirdparty-Userland nach FreeBSD einfließen, reagiert ein Großteil der FreeBSDler eher ein wenig allergisch.
Zitat
Für mich persönlich, der schon mit FreeBSD geliebäugelt hat, ist nach der Gendercode-Scheiße
FreeBSD echt vom Tisch, so etwas unterstütze bzw. nutze ich niemals.
Ein CoC, der zunächst einmal den Status eines Protokolles hat, scheint einige ja richtig fuchsig zu machen. Und dass das Produkt FreeBSD auf so ein Protokoll reduziert wird, finde ich erstaunlich.

Es steht Dir als Nutzer natürlich frei, Deine Software-Präferenzen von so etwas wie einem CoC eines OSS Softwareprojektes abhängig zu machen, aber ich behaupte mal, dass das ein typisch selektives "sich-aufregen" ist und Du im alltäglichen Leben vieles ungefragt mit einer Selbstverständlichkeit nutzt, was auf eine ganz andere Weise fragwürdig ist (etwa aufgrund der Herstellungsumstände), ohne dass es Dich sonderlich stört.

Und FreeBSD ist ein demokratisches Projekt und man kann es doch auch - mit ein bisschen Humor - so sehen, dass die Genderfraktion (zu der ich übrigens nicht gehöre) zumindest das bessere Marketing hatte, als die Kontra-Fraktion, als es um den CoC ging.

Ich meine es überhaupt nicht böse und will auch niemanden persönlich angreifen, aber gerade bei der Stimmung rund um den CoC gewinne ich den Eindruck, dass einige einen sonderbaren Priorisierungskompass haben, der sehr vieles gesellschaftliches ausblendet, aber sich an exotischen Nischen abarbeitet.